Januarblues für Musiker*innen – wenn das neue Jahr dich überrollt
Alle starten durch.
Neue Projekte. Große Ziele. Glänzende Posts auf Social Media.
Und du? Du hängst zwischen Müdigkeit, innerem Druck und dem Gefühl, schon wieder hinterherzuhinken. Der Januar kann brutal sein – besonders für Musiker*innen, die selbstständig arbeiten, keine klare Struktur haben und mit einem kreativen Kopf ins neue Jahr taumeln.
Das neue Jahr beginnt oft nicht mit einem Knall. Sondern mit Zweifeln.
Warum du dich nicht falsch fühlst
Du bist nicht undiszipliniert. Nicht unambitioniert. Und nicht zu langsam. Du bist Musiker*in. Selbstständig. Kreativ. Du hast 2025 durchgezogen, vieles vielleicht zum ersten Mal geschafft.
Doch unser System feiert nie den Ausklang. Es feiert nur den Anfang.
Der Januar ist ein Feuerwerk für Produktivität, aber keiner fragt:
Was hast du eigentlich im Dezember gebraucht?
Was braucht dein Körper nach 30 Gigs und 100 Reels?
Was braucht deine Stimme nach drei Monaten Promo?
So kommst du sanft und strategisch in deinen Jahresstart
1. Finde einen emotionalen Jahresabschluss
Bevor du mit Zielplanung beginnst, frag dich: Was darf 2025 gehen?
Vielleicht eine Booking-Person, mit der du dich ständig klein gefühlt hast.
Vielleicht der ständige Vergleich mit anderen Musiker*innen auf Instagram.
Schreib es auf. Und dann: Geh symbolisch einen Schritt weg davon.
2. Setz dir einen Februar-Fokus
Du musst nicht gleich das ganze Jahr planen.
Wähl dir einen Fokus für Februar: Booking? Studioarbeit? Storytelling auf Social Media?
Ein Monat ist greifbar. Und du darfst dich später umentscheiden.
3. Erstelle deinen „Erfolg war’s, wenn…“-Satz
Nicht: „Ich will 1.000 neue Follower.“
Sondern: „Ich habe den Mut gefunden, mich regelmäßig zu zeigen, auch wenn ich nicht perfekt war.“
Definiere Erfolg nach dem, was dich als Musiker*in wachsen lässt.
Du musst nicht rennen, um anzukommen
Der Januar ist kein Wettbewerb.
Er ist eine Chance, dich in deinem eigenen Rhythmus neu zu orientieren.
Gerade als Musiker*in mit kreativer Selbstständigkeit darfst du deinen Jahresstart anders gestalten als andere.
Weil dein Kalender nicht die Norm kennt.
Weil deine Energie keine lineare Kurve ist.
Weil du etwas tust, was viele nie wagen würden: Deine eigene Karriere bauen, auf deine Weise.
Du darfst langsam starten. Aber ehrlich. Und das ist oft der mutigste Schritt überhaupt.
Liebe Grüße