Wenn niemand an dich glaubt – wie du als Musiker*in weitermachst, auch ohne Applaus
Du sitzt spätabends mit deinem Laptop, bearbeitest deine neue Booking-Liste.
Deine letzte Mail hat keine Antwort bekommen. Dein letzter Song hat kaum Streams. und jemand aus deinem Umfeld fragt: „Willst du das wirklich noch weitermachen?“
Das ist der Moment, in dem viele aufhören. Nicht, weil sie kein Talent haben. Sondern weil sie glauben, dass sie allein sind.
Wenn Applaus fehlt und Zweifel laut werden
Ich kenne so viele Musiker*innen, die aufhören wollten.
Die voller Herzblut gestartet sind und dann Monate oder Jahre später feststellen:
„Ich schaffe das nicht alleine. Keiner sieht, was ich tue. Es bringt nichts.“
Doch das stimmt nicht. Du bist nicht allein. Du bist an einem Punkt, den jede*r durchläuft, der ernsthaft Musik professionalisieren will.
Drei Wege, wie du durch die Stille gehst
1. Rückbesinnen statt resignieren
Statt sofort neue Pläne zu machen: Schau zurück.
Welche kleinen Erfolge hattest du im letzten Jahr?
Vielleicht war es kein viraler Hit, aber jemand hat dir geschrieben, dass dein Song sie berührt hat.
Vielleicht hast du keine 50 Gigs gespielt, aber drei neue Booker*innen auf dich aufmerksam gemacht.
2. Eine Person reicht
Du brauchst nicht tausend Fans, du brauchst eine Person, die an dich glaubt.
Und wenn es gerade niemand anders ist: Dann bist du es.
Schreib dir auf, warum du angefangen hast. Was Musik dir gibt. Was du sagen willst.
3. Sichtbarkeit in Schritten denken
Gerade in der digitalen Welt glauben viele: Es muss alles sofort sichtbar sein.
Aber Sichtbarkeit beginnt oft im Unsichtbaren, in der Wiederholung, im Durchhalten, in einem stillen Studio-Tag, an dem du dich nicht aufgibst.
Fazit: Du bist nicht hier, weil es einfach ist
Du bist Musiker*in. Du hast einen inneren Ruf, eine Stimme, eine Botschaft. Und auch wenn gerade niemand klatscht, das heißt nicht, dass du falsch bist.
Es heißt nur, dass du gerade den Teil gehst, den viele überspringen wollen: den echten Weg.
Liebe Grüße