Steuererinnerung für Musiker*innen – wie du deine kreative Freiheit mit Struktur schützt

Du wachst morgens auf, checkst dein Handy – und da ist sie: die E-Mail vom Finanzamt.
Betreff: „Erinnerung Umsatzsteuer-Voranmeldung“ oder „Fehlende Abgabe der Einnahmen-Überschuss-Rechnung“.

Dein Magen zieht sich zusammen. Du hattest es auf dem Schirm. Irgendwann. Nur halt nicht… jetzt.

Willkommen im Alltag vieler selbstständiger Musiker*innen.

Denn auch wenn du lieber Booking-Mails schreibst, neue Songs aufnimmst oder deine Bühnenpräsenz stärkst – die Steuer ist der Schatten, der immer mitschwingt. Doch was wäre, wenn du sie nicht mehr als Stressfaktor siehst, sondern als Struktur, die dich schützt?

Warum Steuer-Struktur dein kreativer Schutzschild ist
Als kreative Selbstständige bewegst du dich in einem fordernden Musikbusiness – zwischen Social Media für Musiker*innen, Konzertbuchungen, Musik Promotion und neuen Projekten.
Was oft fehlt, ist eine verlässliche Grundlage: eine Ordnung, auf die du dich verlassen kannst.

Denn die Wahrheit ist: Struktur macht dich frei.
Wenn du deine Abrechnungen im Griff hast, musst du nicht in Panik verfallen, wenn ein GEMA-Brief kommt oder der Steuerberater anruft. Du kannst dich auf deine Musik konzentrieren – nicht auf Fristen.

3 Schritte, wie du deine Steuer im Griff behältst – auch als kreative Chaotin

  1. Schaffe ein eigenes Steuer-Zeitfenster pro Woche
    Du brauchst keinen ganzen Nachmittag. Aber 30 Minuten reichen oft schon.
    Mach einen festen Termin: zum Beispiel jeden Mittwochvormittag um 9 Uhr.
    Checke Eingangsrechnungen, sammle Belege, überprüfe deine Einnahmen aus Spotify, Bandcamp oder Live-Auftritten.

  2. Nutze Tools, die dich unterstützen – statt überfordern
    Viele Musiker*innen steigen zu spät auf digitale Buchhaltung um. Dabei gibt es Tools, die extra für kreative Selbstständige gedacht sind.
    Tools wie Kontist, Sorted oder sevDesk helfen dir, Einnahmen aus Booking, Merchandise oder Festivalbewerbungen übersichtlich zu verwalten – egal ob du in München, Berlin oder zwischen Deutschland und den USA pendelst.

  3. Baue dir ein einfaches Kontrollsystem
    Lege eine monatliche Checkliste an:
    - Sind alle Rechnungen geschrieben (inkl. Social Media Coaching, Live-Auftritte, Lizenzierungen)?
    - Liegt alles für die Umsatzsteuer-Voranmeldung vor?
    - Sind größere Ausgaben (Equipment, PR, Musik Coaching) erfasst?

Wenn du das jeden Monat machst, bist du im Februar nicht plötzlich überfordert – und musst nicht alles auf den letzten Drücker nachtragen.

Du bist Musiker*in. Kein Buchhalter, aber eine Unternehmerin. Und genau deshalb darfst du auf deine Struktur achten.

Denn sie gibt dir nicht nur Sicherheit. Sie gibt dir auch Selbstbewusstsein, bei Verhandlungen, Förderanträgen, Booking-Prozessen. Du weißt: Du hast alles im Griff.

Und das fühlt sich verdammt professionell an.

Liebe Grüße

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